Künstliche Zuckeralternativen

Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass Zucker schädlich für den Organismus ist. Das betrifft nicht nur raffinierten Weißzucker, sondern ebenso Rohzucker, braunen Zucker, Kandiszucker und gleichartige Produkte. In unseren Breiten wird Zucker zumeist aus Zuckerrüben gewonnen. Selbst bei den dunkleren Zuckersorten handelt es sich oft um ganz gewöhnlichen Raffinadezucker, der einfach mit brauner Lebensmittelfarbe oder ähnlichem eingefärbt wurde.

Zucker überall

Viele Lebensmittel, von denen man es kaum erwarten würde, enthalten Zucker. Man nehme zum Beispiel eine Dose Erbsen in die Hand und lese die Zutaten. Erstaunt wird man feststellen, dass selbst den Erbsen Zucker zugefügt wurde. Das gleiche gilt für Nudelsaucen, andere konservierte Lebensmittel oder besonders auch für Fertigprodukte. Der Verbraucher ist also quasi einer Zuckerflut ausgesetzt, wenn er sich nicht bewusst dafür entscheidet, seine Nahrung sorgfältig auszuwählen.

Sicher kann ein gesunder Körper einen Löffel Zucker ab und an gut kompensieren, doch Zucker hat aufgrund seiner Geschmackseigenschaften ein großes Suchtpotential. Insbesondere Kinder, denen schon im Babyalter gezuckerte Lebensmittel angeboten werden, sind gefährdet, von Zucker abhängig zu werden oder gar Schaden zu nehmen. Frühzeitige Karies und sogar Kinder mit Symptomen von Diabetes sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Ein weiterer Nachteil von Zucker ist, dass er nach dem Genuss den Blutzuckerspiegel sehr schnell ansteigen lässt. Nach kurzer Zeit sinkt dieser jedoch wieder rapide und sorgt so für das rasche Aufkommen eines wiederholten Hungergefühls. Das Resultat ist eine vermehrte Nahrungsaufnahme, die auf Dauer zu den verschiedensten Krankheiten führen kann, wobei einige Speckrollen um die Hüften noch das kleinste Übel sind. Ein auf Dauer erhöhter Blutzucker hat weitreichende Konsequenzen, er ruft Diabetes hervor, der innere Organe wie Leber, Herz und Nieren schädigt und unbehandelt auch die Augen in Mitleidenschaft zieht.

Süßes Leben auf neue Art

Soll man nun ganz auf das süße Leben verzichten, um gesund zu bleiben? Das ist nicht notwendig, denn glücklicherweise gibt es eine Reihe von alternativen Süßungmitteln, die noch dazu aus der Natur stammen und nicht künstlich hergestellt wurden. Und wie auf dem Lebensmittelmarkt Alternativen das Herkömmliche ablösen, kann man sagen, auf die gleiche Weise ist Bitcoin eine bessere Alternative zu Online-Geld. Ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse weisen mit Nachdruck auf die Vorteile alternativer Substanzen gegenüber Zucker hin. Die Renner dabei sind zum Beispiel Ahornsirup, Kokosblütenzucker, Birkenzucker, Agavendicksaft, Reissirup oder auch der gute alte Honig. Geschmacklich unterscheiden sich alle diese Produkte von herkömmlichem Zucker. Das jedoch macht den besonderen Reiz von Zuckeralternativen aus, denn durch ihre eigene, oft etwas karamellige Note geben sie den damit angereicherten Gerichten und Getränken einen sehr feinen Geschmack.

Stevia als Alternative zu Zucker

Einen besonderen Platz auf dem Markt hat sich mittlerweile Stevia erobert. Der Zuckerersatz Stevia wird aus den Blättern der Steviapflanze hergestellt, die in Südamerika und Teilen Asiens beheimatet ist. Schon seit langer Zeit wird die Pflanze in ihrer Heimat als Süßungsmittel verwendet. Stevia hat praktisch keine Kalorien und wird ohne die Beteiligung von Insulin vom Körper verstoffwechselt. Produkte aus oder mit Stevia sind also auch bestens für Diabetiker geeignet. Stevia eignet sich nicht nur zum Süßen von Getränken, sondern ist ebenfalls zum Backen und Kochen geeignet, denn ihre Eigenschaften werden auch von großer Hitze nicht beeinträchtigt. Zuckerersatz aus Stevia hat eine 450-mal größere Süßkraft als üblicher Haushaltszucker. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wird jedoch die Anwendung von Stevia genauso selbstverständlich wie der bekannte Löffel Zucker im Tee.

Einer gesunden Lebensweise zuliebe ist der Gebrauch von Zuckeralternativen ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.